Landschaft

Die Schweiz lässt sich in drei klimatisch und geografisch unterschiedliche Gebiete einteilen.

Die Alpen: Im Alpenraum, der aus den Voralpen und den Alpen selbst besteht, lebt nur rund 20% der Bevölkerung, obwohl dieses Gebiet etwa 60% der gesamten Landesfläche einnimmt.
Die Alpen wirken als Klimaschranke im Land und sorgen so für unterschiedliches Wetter nördlich und südlich davon. Charakteristisch an den Alpen ist ein kontinuierlicher Schneefall ab einer Grenze von 2500 Metern, rund 48 Berge und 1.800 Gletscher. Der höchste Berg ist die Dufourspitze mit 4634 Metern über Meeresspiegel und der größte Gletscher erstreckt sich über eine Länge von ca. 23 Kilometern und trägt den Namen Aletschgletscher. Sie tragen durch die typischen Charaktermerkmale immer wieder zu der Identität der Schweiz bei. In den letzten Jahren sind leichte Klimaveränderungen immer wieder zu verzeichnen, da sich die globale Erwärmung besonders auf Gebirgsregionen auswirkt, und die Alpen somit unmittelbar betroffen sind.

Mittelland: Im Mittelland leben anders als in den Alpen etwa zwei Drittel der Bevölkerung auf ca. 30% der Landesfläche. Es lässt sich auf die Region zwischen dem Genfersee im Süden und dem Bodensee im Norden begrenzen. Durch die dichte Besiedlung und die wachsende Wirtschaft des Landes, kommt es vermehrt zu Verlust von Kulturland. So wurden in den letzten Jahren etwa 75% der Bäche verbaut und ca. 90% der Sumpfgebiete trockengelegt. Optisch präsentiert sich diese Region ähnlich wie bei uns in Deutschland. Neben den größeren Städten gibt es in der Region zahlreiche kleinere und größere Dörfer, die mit einem dichten Straßennetz gut mit den Städten verbunden sind. Für die Landschaft des Mittellandes sind besonders grüne Wiesen, Felder, Äcker und kleine Waldparzellen charakteristisch. Die Bevölkerungsdichte von ca. 450 Einwohnern pro qm² wird in den nächsten Jahres weiter steigen.

Jura: Der Jura umfasst ungefähr 12% der Landesfläche und besteht aus einem flachen Gebirgsbogen aus Kalkstein. Wie der Name schon erahnen lässt, hat diese Region etwas mit der Jurazeit zu tun. Denn Ende des 18. Jahrhunderts waren die Felsen im Schweizer Jura die ersten, die wissenschaftlich untersucht wurden. Man fand bei diesen Forschungen alte Fossilien und sogar Dinosaurierspuren. Die Untersuchungen ergaben, dass die Felsen der Jura seit ca. 200 Millionen Jahren bestehen. Landschaftlich besteht dieses Gebiet vorwiegend aus Hochebenen und Flusstälern.